Geschichte der Potenzmittel

Bei Männern über 40 oder 50 Jahren ist Impotenz keine Seltenheit. Ein Großteil leidet hier unter gelegentlichen bis dauerhaften Störungen. Dieses nagt stark am Selbstbewusstsein und kann die Partnerschaft gefährden. Deshalb überrascht es nicht, dass dies nicht ein Thema der Neuzeit ist, sondern bereits aus der Antike Berichte bekannt sind.

Eine Reise in die Geschichte

Bereits vor langer Zeit waren Männer mit einer erektilen Dysfunktion unzufrieden. Deshalb wurde damals bereits nach Mitteln gesucht, die dies beheben konnten. Hierbei wurde von Aphrodisiaka gesprochen, was eine Bezugnahme auf die griechische Göttin der Liebe ist.

Alkohol

Bis in die heutige Zeit gilt Alkohol als einfaches Mittel, um eine Erektion zu ermöglichen. Das Trinken von Alkohol bewirkt, dass die Blutgefäße geweitet werden, was auch im Schwellkörper der Fall ist. So kann es dazu führen, dass eine Erektion ausgelöst wird. Der Genuss sollte nicht übermäßig sein, um eine gegenteilige Wirkung zu vermeiden.

Hilfe aus der Natur

Verschiedene Pflanzen galten in der damaligen Zeit ebenfalls als potenzfördernd. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Stranddistel
  • Sauerampfer
  • Alraune
  • Muskatnuss
  • Pfeffer
  • Grünkohl

Dies bildet nur eine kleine Auswahl an verschiedenen Mitteln, die damals verwendet wurden. Andere tierische Produkte wie Muscheln oder Kaviar sollen die Lust steigern, was auch heute noch bekannt ist.

Werden diese Mittel angewendet, tritt die Wirkung nicht sofort ein. Über längere Zeit ist die Einnahme erforderlich und nicht in jedem Fall treffen die erwarteten Effekte ein.

Andere Mittel zur Potenzsteigerung

Weitere Versuche mit tierischen Stoffen sollten ebenfalls dafür sorgen, die Potenz zu steigern. Dazu zählen unter andere die bekannte „Spanische Fliege“. Hierzu wurden Käfer klein gemahlen und verabreicht. Dabei kam der Wirkstoff Cantharidin zum Tragen. Dieser ist bereits bei 30 Milligramm tödlich, weshalb die Verwendung nur unter größter Vorsicht vorgenommen werden sollte. Als Effekt stand eine Wirkung auf die Harnwege, was zur Folge eine Erektion hervorrufen konnte.

Oft galten Versuche zu der damaligen Zeit als Placebos. Solange der Patient an die Wirkung glaubt, tritt auch der gewünschte Effekt ein.

Spätere Entwicklungen

In späteren Zeiten wurde Instrumente und Möglichkeiten entwickelt, um den Geschlechtsverkehr befriedigend zu gestalten. Dazu zählen unter anderem der Penisring und die Penispumpe, die die Durchblutung fördern und so einer Erektion hilfreich sein können. Auch Injektionen sind entwickelt worden. Nachteil an diesen Methoden ist, dass die Anwendung kurz vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen musste, was die Flexibilität und oft auch dem Spaß einen Abbruch tat.

Neuere Erkenntnisse bringen Wende

Ende der 90er Jahre wurde die Verwendung von verschiedenen Mitteln getestet, die sogenannten PDE-5 Hemmer. PDE-5 sorgt dafür, dass ein körpereigener Stoff abgebaut wird, der eine höhere Blutzufuhr möglich macht. Da diese für eine Erektion notwendig ist, wird auch die Wahrscheinlichkeit die Erektion zu halten dezimiert. Mit entsprechenden Medikamenten die PDE-5 hemmen bleibt das Blut somit länger im Schwellkörper und die Möglichkeit steigt, eine Erektion zu bekommen und zu halten. Je nach Medikament ist die Wirkung unterschiedlich schnell und hält zum Teil mehrere Tage, sodass ein spontanes Vergnügen einfacher möglich ist. Diesen Potenzmitteln wird eine Erfolgsquote von über 80 Prozent zugeschrieben.